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schwingen, und die Menschheit zur Stufe der Bildung, dieer selbst erreichte, emporzuhcben. Dadurch nur wird er derWürde der Kunst entsprechen.
25 .
Jedes Kunstwerk ist ein aus Theilen bestehendes Ganze,und bedarf daher der Mannigfaltigkeit, um Phantasie und Ver-stand angenehm zu beschäftigen. Das Mannigfaltige erwecktaber auch nur dann Vergnügen, wenn die Theile desselbenselbst Annehmlichkeit haben, und zu einem Ganzen überein-stimmen.
26.
Der Künstler muß jedoch alles Außerwesentliche, Zufälligeoder Überflüssige beseitigen, und die Fülle der Vorstellungenin möglichster Gedrängtheit faßlich geben. Dadurch erzielet erSimplicicät, auf welcher die ästhetische Klarheit und Deutlich-keit beruht.
27.
Die innere Ordnung, ohne Bezug auf einen Zweck, istHarmonie aller einzelnen Theile zum Ganzen. Sie ist eigent-lich Verhältnißmäßigkeit, und nur Form des Mannigfachen,daher auch an sich noch nicht schon; höchstens kann durch sie djeForm allein gefallen.
26.
Zum leichteren Auffaffen des Mannigfaltigen dient dasFortschreiten vom Ähnlichen zum Ähnlichen. Ähnlich aber sindGegenstände, welche theils gleiche, theils verschiedene Eindrückeverursachen. Auf das Gesetz der Ähnlichkeit gründet sich dasVermögen und die Fertigkeit, verborgene Ähnlichkeiten zu ent-decken: der Witz. Das Vermögen und die Fertigkeit, Ver-schiedenheiten, verborgene Unähnlichkeiten aufzufinden, heißtScharfsinn.