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ist nicht erschöpfend/ wenn gleich nicht in Abrede zu stellen ist,daß er eines der wesentlichsten Erfordernisse der Schönheit be-zeichnet. Er drücket eigentlich nur Vollkommenheit und Zweck-mäßigkeit aus; doch bestehen viele vollkommenste und zweck-mäßigste Dinge, welche noch keineswegs schön sind.
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Baumgarten erklärte das Schöne als sinnliche Erkenntnißdes Vollkommenen. Allein auch auf diese Erklärung läßt sichanwenden, was so eben von der Einheit im Mannigfaltigenbemerkt worden ist, indem die Eigenschaften des, zur Einheitverbundenen Mannigfaltigen wieder nicht berücksichtiget wur-den. Das Princip des in sich Vollendeten, welches in neuererZeit aufgestellt wurde, begreift wieder nur die Vollkom-menheit.
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Kant erklärte das Schöne in Rücksicht auf das anschauendeSubject. Nach ihm ist das Schöne nicht Eigenschaft des Gegen-standes; nicht der Gegenstand ist eigentlich schön, sondern dieGemüthsstimmung, in welche wir durch die Betrachtung des-selben versetzt werden; nur durch Übertragung sprechen wir demGegenstände Schönheit zu. Indem er doch einräumt, daß dasästhetische Wohlgefallen die Vorstellung eines Gegenstandesvoraussetzc, und nicht mit der Betrachtung eines jeden Gegen-standes verbunden ist, so läßt sich nicht wohl in Abrede stellen,daß das Unterscheidende der bey der Anschauung gefallendenGegenstände den Grund des ästhetischen Wohlgefallens in sichenthalte, und das Wesen der Schönheit ausmache, mithindas Schöne etwas Objectives sey.
Wenn Kant weiter anführt: Schön sey, was ohne allesInteresse gefalle: so bemerkt Herder ganz richtig dagegen, daßdiese Erklärung nichts von dem Wesen des Schönen aussage,sondern bloß verneinend, und überdies; diese Verneinung un-richtig sey, indem nichts ohne Interesse gefallen kann, unddie Schönheit gerade das höchste Interesse für sich hat.
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