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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Products; das Begegnen eines verwandten Geistes entflammtdann plötzlich zu lebendiger Thätigkeit, welche aus der Tiefedes aufgeregten Gemüthes einen Reichthum von Ideen ent-wickelt, die sich zu herrlichen Kunstwerken gestalten.

, 3 .

Der Zustand der Wirksamkeit des Genies ist die Begei-ferung; ohne Begeisterung geht kein wahres Kunstwerk her-vor. Von einer inneren Nothwendigkeir fühlt der Künstler sichzur Thätigkeit angespornt, ein reicher Strom von Ideen bie-thet sich ihm dar, und ein Urbild nimmt ihn so ganz ein,daß er von hohem Feuer entglüht, sich über alle Verhältnisseder Zeit und des Rauines erhebt, und wie von einem höherenGeiste beseelt, nach dem Ausdrucke der Alten, zum Seherwird. Wo bey Hervorbringung eines Werkes das kalte Bewußt-seyn der Regeln waltet, äußert sich bloß ein mechanischesTalent; der ätherische Funke mangelt.

ist.

Die Werke des Genies müssen beziehungslos seyn, nähm-lich als ein in sich geschloffenes Ganze sich darstellen, welcheszu nichts außer sich, wie Mittel zum Zwecke sich verhält. DerUrquell der Kunst ist daher kein äußeres, sondern das innereästhetische Bedürfnis;. Dieses liegt in dem Emporstreben zueinem Ideale; ohne Ideen besteht keine Kunst. Die Verschmel-zung der Idee mit der Form gewährt Schönheit; und in dieserBeziehung kann Las Schöne der eigentlichste Zweck der Kunstgenannt werden.

> 5 .

Da die Kunst beziehungslos wirket, und ein Kunstwerkzu nichts außer sich wie Mittel zum Zwecke sich verhalten kann,ergibt sich von selbst, daß Erweckung des Vergnügens nichtals oberste Norm für den Künstler gelten kann. Die Nachah-mung der Natur, zuerst von Aristoteles als oberstes Principder Kunst ausgestellt, und lange nach ihm, selbst in der ,uue-Philosoph. Abtheil. II. Band. B