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Auch unser Land sah blitzend HelmzimierUnd reis’gen Tross und Volk in klirr’nder Wehre;Denn Eisen gegen Eisen klang auch hier,
Das Banner flog — es splitterten die Speere.
Und Berg’sche Faust verstand das Waffenschwingen;Denn selbstgeschmiedet waren ja die Klingen.
Und als Graf Adolfs Kriegesruf erklang,
Hat manche Faust den Hammer fahren lassen,Den in der Schmiede auf ein Schwert sie schwang,Kampflüstern nach des Schwertes Griff zu fassen.Auch hier im Dörflein an der Düssei MündenWar mancher Flachskopf wohl im Helm zu finden.
Bei Worringen am Rheine tobt die Schlacht,
Zu wildem Kneuel ist Heer in Heer verschlungen,Und Schwert an Schwert, Harnisch an Harnischkracht,
Und Mann an Mann wird auf und ab gerungen.Der Krummstab und der Fürstenscepter rechten —■Wird geistlich, weltlich Schwert den Sieg erfechten?
Und unberührt im zweiten Treffen noch
Der Berg’schen Rüstzeug in der Sonne gleisset;
Graf Adolph hebet sich im Sattel hoch:
„Jetzt zeigt, wie hart Ihr EuerenStahl geschweisset!“Und in der Kriegsgeschichte steht's zu lesen,
Wie hart bei Worringen ihr Stahl gewesen.
Die Sonne sank, entschieden war der Streit,
Der Kurfürst Erzbischof — er war gefangen.Nachklingt’s für uns bis auf die heut’ge Zeit,Dass siegreich damals Berg’sche Waffen klangen.Denn damals ward in dem erfolgten FriedenDes Dörfleins an der Düssei Loos entschieden.
Graf Adolph sprach: zum Handel auf dem RheinFehlt meinem Land bis jetzt der rechte Schlüssel,Das Recht der Stadt muss drum verliehen seinDort jenem Dörflein zwischen Rhein und Düssei,Dass Schiffe können dort vor Anker bleiben,
Im Berg’schen Land die Waare zu vertreiben.
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