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Der Tod in Venedig : Novelle
Entstehung
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'Tolgfamkeit hatte etwas fo Entwaffnendes, Überwältigendes,daß der Grauhaarige ficß mit Mühe enthielt, fein Geßcßt in denHänden zu verbergen. Auch hatte es ihm gefchienen, afs bedeuteTadzios gehegenthiches Sichaufrichten und Acufatmen ein Seuf*zen, eine Behfemmung derBruß.Er ißkränklich, er wird wahr*ßcheinfich nicht aft werden", dachte er wiederum mit jener Sach*fichheit, zu wefcher Raufcß und Sehnfucht hisweden ßch fonder*har emanzipieren; und reine Türforge zugfeich mit einer aus*fchweißenden Genugtuung erfüllte fein Herz.

Die Venezianer unterdeffen hatten geendigt und zogen ah.Beifad begleitete fie, und ihr Anführer verfäumte nicht, nochfeinen Abgang mit Späßen auszufchmücken. Seine Kratzfüße,feine Kußhände wurden belacht, und er verdoppelte fie daher.Als die Seinen fchon draußen waren, tat er noch, als renne errückwärts empfindlich gegen einen Lampenmafiundfichfich fihein*har krumm vor Schmerzen zur Pforte. Dort endlich warf er aufeinmal die Maske des komifchen Pechvogels ah, richtete ßch, jafchnedte elafiifch auf, bleckte den Gäfien auf der Terraffe frechdie Zunge heraus und fihlüpfie ins Dunkel. Die Badegefellfchafiverlor ßch; Tadzio ftand längfi nicht mehr an der Badufirade.Aher der Einfame faß noch lange, zum Befremden der Kellner ,hei dem Refi feines Granatapfelgetränkes an feinem Tifchchen.Die Nacht fchritt vor, die Zeit zerßel Im Haufe feiner Eltern,vor vielen Jahren, hatte es eine Sanduhr gegeben, - er fah dasgebrechliche und bedeutende Gerätchen auf einmal wieder, alsßünde es vor ihm. Lautlos undfein rann der rofirot gefärbteSand durch die gläferne Enge, und da er in der oberen Höhlungzur Neige ging, hatte ßch dort ein kleiner, reißender Strudelge*bildet.

Schon am folgenden Tage, nachmittags, tat der Starrfinnige

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