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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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erfahren. Auch hierin war ich «just another patient». Wennich um i oder 2 nicht mehr schlafen konnte und sie mir,mit einer Tasse Tee, die zweite Seconal-Kapsel brachte(«die rote Kapsel» hieß das vortreffliche, in Europa merk-würdigerweise unerhältliche Mittel natürlich nur), soerkundigte ich mich wohl nach ihrem Heim, ihrer Aus-bildung, ihren Umständen. Sie war verlobt, oder verlobtgewesen, denn der Bräutigam hatte sich, wie sie achsel-zuckend berichtete, unsichtbar gemacht, war abgefallen.Warum denn nur ? Ob sie etwa vermutete, daß er es miteiner anderen hielt ?«Ich würde mich nicht wundern», er-widerte sie.(Aberich»,sagte ich,«ich würdemichhöchlichstwundern über den Dummkopf!» So weit ging ich, undsie lächelte herzlich. Sie verfügte auch über ein sehr liebzuredendes Lächeln, wenn ich nachts, verdrießlich undstörrig im Lehnstuhl kauernd, nicht mehr schlafen, nichtins Bett zurückkehren wollte. Hatte sie mich dann begü-tigt und mir das stützende Kissen in den Rücken gestopftund den Lichtsignal-Druckknopf mit einer Sicherheits-nadel an meiner Decke befestigt, so beurlaubte sie sichfür eine halbe Stunde zum Kaffeekränzchen der Nacht-schwestern mit den Worten: «Now I am going to havemy coffee», wobei das «my coffee» immer mit einer ge-nießerischen Zärtlichkeit herauskam, an die zu denken mirnoch heute Vergnügen macht.

So klassisch und jedes Zwischenfalls bar die Operationverlaufen war, so ereignislos, im klinischen Sinn, hurtigund ungestört ging es mit der Wiederherstellung voran.Ein Dreißigjähriger, versicherten die Ärzte, hätte sichnicht entgegenkommender verhalten können. Ich galt alseine Art «prize patient». Der Chok, den jeder Eingriff

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