chen. Aber möglich ist es theoretisch durchaus.» Trotzdieser Ermächtigung von ganz Oben ließ ich den Ge-danken schließlich fallen, wie auch das Aufgeben derTakteinteilung, die als Kulturerrungenschaft ironischer-weise beibehalten wird. Desto stärker arbeitete ich dafürden Barbarismus des instrumentalen und vokalen Glis-sando heraus. —
Weihnachten, ein regnerisches, vorerst einmal wieder,—die kleine Familie aus San Francisco — Mill Valley trafdazu ein, und da es an Lametta fehlte für den Baum, warenwir am Vorabend geschäftig, eine Menge von angesam-meltem Stanniol in schmale Streifen zu schneiden, damitdie Bübchen sich freuten. «Wiedersehen mit Frido — be-glückend.» Ich schrieb noch am XXXIII. Kapitel wäh-rend der Festtage, in das ich Adrians sonderbar angele-gentliche Betrachtungen über die Schönheit und Wahr-heit des Meerweibes nachträglich interpolierte,und schloßes erst kurz vor Ende des Jahres ab. Es hatte siebenund-zwanzig Tage gekostet. Adorno ließ mich wissen, daß eralles gelesen und Notizen zur Besprechung vorbereitethabe. — «Am Kapitel gebessert. Auf dem Spaziergangüberwältigend müde und den Rest des Tages leidend undschläfrig, ohne schlafen zu können. Empfing Dr. Schiff.(Bisher hattederDoktorWolfgeheißen, aber wiederholterÄrztewechsel ist bei Zuständen wie meinem typisch; essollte auch noch Dr. Rosenthal,meines Bruders Arzt, an dieReihe kommen.) Er sprach den Luftröhren- und Neben-höhlenkatarrh als vermutlich infektiös an und verordneteallerlei Linderndes, Lösendes, Stärkendes.» So das Tage-buch. Gutdenn, ich warfieberfrei,warnichtkrank, sondernnur halbkrank und hielt also an meinem Alltag fest, dem
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