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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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breitetenVerdacht phantastisch.Übrigens verlangteGoeb-bels im «Reich», während die «Robots» in England ihreVerwüstungen anrichteten, nach Frieden mit den Angel-sachsen, beschuldigte Rußland und stellte nach alter, be-währter Art, die nur im Augenblick sich nicht bewährenwollte, alles auf die Angst vor dem Bolschewismus ab.

Sainte Beuves meisterhafter Essay über Moliere kammir damals zum erstenmal in die Hände, ein glänzendesStück kritischer Seligpreisung, umschwebt von allen Gei-stern französischer Tradition und Kultur. Die zweifel-hafte Stellung des Dichter-Schauspielers in seiner Zeit undGesellschaft, eine Stellung, die derjenigen Shakespearessehr ähnlich gewesen sein muß, ist ergreifend herausge-arbeitet. Ludwig XIV. legte ihm Geflügel vor, aber denköniglichen Offizieren war sein Verkehr nicht gut genug,und selbst Boileau bedauerte seinen «närrischen Ein-schlag». Dabei zählt Sainte Beuve ihn zu den fünf odersechs Genies der Welt, die, zwischen primitiven und zivi-lisierten, homerischen und alexandrinischen Epochen mit-teninne wirkend, noch naiv und schon klug, in ihrer Fülle,Fruchtbarkeit, Leichtigkeit auch die Größten noch über-ragen,und zu denener offenbar Goethe zum Beispiel nichtrechnet. Auch dieser selbst hat das wohl nicht getan, erhätte sonst Shakespeare nicht sein Leben lang so hochüber sich gesehen. Aber es finden sich KennzeichnungenGoethes bei dem französischen Kenner, die das deutscheOhr sonderbar scharf, wenn auch nicht untreffend, be-rühren. Er spricht von Molieres Gefaßtheit, Selbstbeherr-schung, Kühle und Luzidität in der Glut; aber diese ge-wohnheitsmäßige Kälte mitten im rührendsten Stückhabe nichts mit der berechneten, eisigen Unparteilichkeit

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