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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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mes Leben führt, gestehe ich ein und finde, daß viel zuviele Leute schreiben. Unter gleich Bedürftigen aber darfich mich einen guten Kollegen nennen, der nicht ängst-lich wegsieht von dem, was neben ihm Gutes und Großesgeschieht, und der die Bewunderung viel zu sehr liebt,viel zu sehr an sie glaubt, als daß er die seine den Totenvorbehielte. Kaum je hatte es eine bessere Gelegenheit zuwarmen und respektvollen Kameradschaftsgefühlen ge-geben, zur Bewunderung einer reifen Meisterschaft, die,gewiß nicht ohne tiefe, verschwiegen-sorgenvolle An-strengung,ihre Altersvergeistigung mit HumorundKunstim Spielfähigen, Machbaren zu halten gewußt hatte. Einvergleichendes Sich-absetzen gegen das Anerkannte ver-trägt sich damit sehr wohl. «Abends in Hesses Roman.Magister Thomas von der Trave undJoseph Knecht.Ihre verschiedene Art, das Glasperlenspiel zu traktieren,hübsch gekennzeichnet. .. Die Beziehungen im Großenverblüffend. Das Meine wohl zugespitzter, schärfer, bren-nender, dramatischer (weil dialektischer), zeitnäher undunmittelbarer ergriffen. Seines weicher, schwärmerischer,versponnener, romantischer und verspielter (in einemhohen Sinn). Das Musikalische durchaus fromm-antiqua-risch. Nach Purcell nichts Edles mehr. Liebesleid und -lustvon diesemRoman ganz ausgeschlossen und auch kaumdarin vorstellbar. Der Schluß, Knechts Tod, zart homo-erotisch. Sehr weit der geistige Horizont, das kulturelleWissen. Dazu viel Scherz im biographischen Forscher-Stil; Namenskomik.» Gerade über diese Seite desBuches, die humoristische, schrieb ich ihm, und es gefielihm, daß ich sie betonte.

Unsere jüngste Tochter, Antonio Borgeses Frau, war

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