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Die Entstehung des Doktor Faustus : Roman eines Romans
Entstehung
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hörbar noch in einem zweiten dicht gefüllten Saal, fandnach so gewinnender Vorbereitung des Publikums mehrals freundliche Aufnahme. Den Abend beschloß einfigurenreicher Empfang im Meyerschen Hause, bei demich mich vornehmlich zu den Männern meines Vertrau-ens, den Offiziösen des Roosevelt-Regimes, Wallace undFrancis Biddle, dem Attorney General, hielt, dessen lie-benswürdige Frau mir viel Zartes über meinen Vortragsagte. Biddle, mit dem ich über die den «enemy aliens»,besonders den deutschen Emigranten, auferlegten Ein-schränkungen korrespondiert hatte, gab mir seine Ab-sicht kund, diese Beengungen baldigst aufzuheben. Vonihm erfuhr ich auch, daß Roosevelt, dessen Verhältniszum Vichy-Regime nicht mir allein Zweifel und Unbeha-gen bereitete, immerhin die Freilassung der in Nordafrikagefangengehaltenen Anti-Fascisten und Juden verlange.

Dankbar war ich unserer Hausfrau, meiner langjähri-gen Gönnerin, der literarisch, politisch und sozial soaktiven Agnes Meyer, für das Arrangement eines Zusam-menseins mit dem Schweizer Gesandten Dr. Bruggmannund seiner Frau, einer Schwester von Henry Wallace. DerAustausch mit dem klugen und warmherzigen Vertreterdes Landes, das uns fünf Jahre lang seinen Schutz gelie-hen, war mir lieb und wichtig. Gegenstand des Gesprächswar natürlich das dunkle Schicksal Deutschlands, seineAusweglosigkeit, da die Möglichkeit der Kapitulationabgeschnitten schien. Das Eindringen der Russen warunserem Unterredner bereits Gewißheit.

Bedeutender noch war mir die persönliche Begegnungmit Maxim Litwinow, den unsere Wirte uns mit seinercharmanten englischen Frau zum Lunch einluden. Diese,

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