Pfifft, die dreiundfünfzigjährige Jüngste, allzu kleinund beleibt erschien. . .
Auch die alte Konsulin Kröger, die Witwe OnkelJustus', war geladen worden; aber sie war unpäß-lich und hatte vielleicht auch kein präsentables Kleidanzuziehen; das war nicht zu entscheiden.
Es war von Gerdas Reise die Rede, von demZuge, mit dem sie zu fahren gedachte, und demVerkaufe der Villa samt den Möbeln, den der MaklerGosch übernommen hatte. Denn Gerda nahm nichtsmit und ging fort wie sie gekommen war.
Dann kam Frau Permaneder auf das Lebenzu sprechen, nahm es von seiner wichtigsten Seiteund stellte Betrachtungen an über Vergangenheitund Zukunft, obgleich über die Zukunft fast garnichts zu sagen war.
„Ja, wenn ich tot bin, kann Erika meinetwegenauch davonziehen," sagte sie, „aber ich halte es sonstnirgends aus, und solange ich am Leben bin, wollenwir hier Zusammenhalten, wir paar Leute, die wirübrig bleiben. . . Einmal in der Woche kommtihr zu mir zum Essen. . . Und dann lesen wirin den Familienpapieren —" Sie berührte dieMappe, die vor ihr lag. „Ja, Gerda, ich über-nehme sie mit Dank. — Das ist abgemacht. . .Hörst du Thilda? . . . Obgleich nun eigentlichebenso gut du es sein könntest, die uns einlüde,denn im Grunde stehst du dich ja gar nicht mehrschlechter als wir. Ja, so geht es. Man mühtsich und nimmt Anläufe und kämpft. . . und du