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ist nicht mehr, und . . . niemand ist mehr. Wassind wir ihr? Nichts. Uns thut es weh, aber reisemit Gott, Gerda, und Dank, daß du nicht schonfrüher reistest, damals, als Thomas starb. . ."
Es war nach dem Abendbrot, im Herbst; derkleine Johann (Justus, Johann, Kaspar) lag un-gefähr seit sechs Monaten, mit den SegnungenPastor Pringsheims wohl versehen, dort draußenam Rande des Gehölzes unter dem Sandsteinkreuzund dem Familienwappen. Vorm Hause rauschteder Regen in den halb entblätterten Bäumen derAllee. Manchmal kamen Windstöße und trieben ihngegen die Fensterscheiben. Alle acht Damen warenschwarz gekleidet.
Es war eine kleine Familienzusammenkunft, umAbschied zu nehmen, Abschied von Gerda Budden-brook, die im Begriff stand, die Stadt zu verlassenund nach Amsterdam zurückzukehren, um wie ehe-mals mit ihrem alten Vater Duos zu spielen. KeineVerpflichtung hielt sie mehr zurück. Frau Perma-neder hatte diesem Entschlüsse nichts mehr entgegen-zuhalten. Sie ergab sich darein, aber in ihremInneren war sie tief unglücklich darüber. Wäredie Witwe des Senators in der Stadt verblieben,hätte sie sich Platz und Rang in der Gesellschaftgewahrt, und ihr Vermögen am Platze gelassen, sowäre dem Namen der Familie doch ein wenig Prestigeerhalten geblieben . . .' Mochte dem nun wie immersein, Frau Antonie war gewillt, den Kopf hoch zutragen, solange sie über der Erde weilte und Men-