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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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big machte. . . Die Lage ward unhaltbar, erregteAuftritte fanden statt, und obgleich Frau Perma-neder mit der nämlichen Beredsamkeit für sie bat,mit der sie für die großen Wohnhäuser und dieMöbel gebeten hatte, erhielt die alte Jda den Ab-schied.

Sie weinte bitterlich, als die Stunde herankam,da sie dem kleinen Johann Lebewohl zu sagen hatte.Er umarmte sie, legte dann die Hände auf denRücken, stützte sich auf sein eines Bein, indem erden anderen Fuß auf die Zehenspitzen stellte, undsah zu, wie sie davonging, mit demselben grübleri-schen und nach innen gekehrten Blick, den seine gold-braunen, bläulich umschatteten Augen an der Leicheseiner Großmutter, beim Tode seines Vaters, beider Auflösung der großen Haushalte und so manchemweniger äußerlichen Erlebnis ähnlicher Art ange-nommen hatten . . . Der alten Jda Verabschiedungschloß sich in seiner Anschauung folgerichtig den an-deren Vorgängen des Abbröckelns, des Endens, desAbschließens, der Zersetzung an, denen er beige-wohnt hatte. Dergleichen befremdete ihn nicht mehr;es hatte ihn seltsamer Weise niemals befremdet.Manchmal, wenn er seinen Kopf mit dem gelocktenhellbraunen Haar und den immer ein wenig ver-zerrten Lippen erhob und die feinen Flügel seinerNase sich empfindlich öffneten, war es, als schnuppereer behutsam in die Atmosphäre und Lebenslust, dieihn umgab, gewärtig, den Duft, den seltsam ver-trauten Duft zu verspüren, den an der Bahre seiner

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