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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
452
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Großmutter alle Blumengerüche nicht zu übertäubeuvermocht hatten. . .

Immer, wenn Frau Permaneder bei ihrer Schwä-gerin vorsprach, zog sie ihren Neffen an sich, umihm von der Vergangenheit und jener Zukunft zuerzählen, welche Buddenbrooks, nächst der GnadeGottes, ihm, dem kleinen Johann, zu verdankenhaben sollten. Je unerquicklicher die Gegenwart sichdarstellte, desto weniger konnte sie sich genug thunin Schilderungen, wie vornehm das Leben in denHäusern ihrer Eltern und Großeltern gewesen undwie Hannos Urgroßvater vierspännig über Land ge-fahren sei. . . Eines Tages erlitt sie einen hef-tigen Anfall von Magenkrampf, infolge davon, daßFriederike, Henriette und Pfiffi Buddenbrook ein-stimmig behauptet hatten, Hagenströms seien dieCrsme der Gesellschaft. . .

Über Christian lagen betrübende Nachrichten vor.Die Ehe schien sein Befinden nicht günstig beein-flußt zu haben. Unheimliche Wahnideen undZwangsvorstellungen hatten sich bei ihm in ver-stärktem Maße wiederholt, und auf Veranlassungseiner Gattin und eines Arztes hatte er sich nunmehrin eine Anstalt begeben. Er war nicht gern dort,schrieb lamentierende Briefe an die Seinen und gabdem heftigen Wunsche Ausdruck, aus dieser Anstalt,in der man ihn sehr streng zu behandeln schien, wie-der befreit zu werden. Aber man hielt ihn fest, unddas war wohl das Beste für ihn. Jedenfalls setztees seine Gemahlin in den Stand, unbeschadet der