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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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Sohne, ihren Dienstboten und einem Teile ihresHausrates, während ein anderer Teil davon unterden Wehklagen Frau Permaneders zurückgelassenwerden und in den Besitz des alternden Jungge-sellen übergehen mußte.

Nicht genug der Veränderungen! Mamsell Jung-mann, Jda Jungmann, seit vierzig Jahren imBuddenbrookschen Hause, trat aus den Diensten derFamilie und kehrte in ihre westpreußische Heimatzurück, um bei Verwandten den Feierabend ihresLebens zu verbringen. Die Wahrheit zu sagen, sowurde sie von der Senatorin entlassen. Die guteSeele hatte, als die vorige Generation ihr entwachsenwar, alsbald den kleinen Johann vorgefunden, densie hegen und pflegen, dem sie Grimmsche Märchenvorlesen und die Geschichte des Onkels erzählenkonnte, welcher am Schluckauf gestorben war. Nunaber war der kleine Johann eigentlich gar nichtmehr klein, er war ein fünfzehnjähriger Junge, demsie trotz seiner Zartheit nicht mehr beträchtlich nützenkonnte, . . . und zu seiner Mutter stand sie, langeschon, in einem ziemlich unangenehmen Verhältnis.Sie hatte diese Frau, die weit später in die Familieeingetreten war, als sie, eigentlich niemals rechtals zugehörig und vollwertig angesehen und begannandererseits in vorgerückten Jahren mit dem Dünkeleiner alten Dienerin sich selbst übertriebene Befug-nisse anzumaßen. Sie erregte Anstoß, indem sieihre Person als allzu wichtig betrachtete, indem siesich im Haushalte dieses oder jenes Übergriffes schul-