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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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Buddenbrook war so indigniert, daß sie sogar etwaswie einen halben Entschluß laut werden ließ, mitdem kleinen Johann die Stadt zu verlassen, zu ihremalten Vater nach Amsterdam zu ziehen und wiederDuos mit ihm zu geigen. Aber dies rief einensolchen Sturm des Entsetzens Vonseiten Frau Per-maneders hervor, daß sie den Plan fürs Erstefahren lassen mußte.

Wie zu erwarten stand, erstreckten sich FrauPer-maneders Proteste auch auf den Verkauf des vonihrem Bruder erbauten Hauses. Sie jammerte lautüber den üblen Eindruck, den dies Hervorrufen könne,und klagte, daß es für den Namen der Familie eineneue Einbuße an Prestige bedeuten werde. Abersie mußte doch einräumen, daß es unpraktisch ge-wesen wäre, das weitläufige und prächtige Haus,das Thomas Buddenbrooks kostspielige Liebhabereigewesen war, fernerhin zu bewohnen und in Standzu halten, und daß Gerdas Wunsch nach einer be-quemen kleinen Villa, vorm Thore, im Grünen, seineBerechtigung hatte. . .

Herrn Gosch, dem Makler Sigismund Gosch,dämmerte ein erhabener Tag. Ein Erlebnis ver-klärte sein Greiseualter, das seinen Gliedern sogarfür mehrere Stunden das Zittern nahm. Es ge-schah, daß er sich in Gerda Buddenbrooks Salonerblicken durfte, ihr gegenüber in einem Fauteuil,Aug' in Auge mit ihr über den Preis ihres Hausesverhandelnd. Das schlohweiße Haar von allen Seitenins Gesicht gestrichen, starrte er ihr mit gräßlich