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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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das vollbrachte die Saumseligkeit des alten HerrnMarcus, von dem man sich in der Stadt erzählte,daß er zur Winterszeit, bevor er ausgehe, nichtnur seinen Paletot und Hut, sondern auch seinenSpazierstock sorgfältig am Ofen wärme, und der,bot sich einmal eine günstige Konjunktur, sicherlichdie Gelegenheit vorübergehen ließ . . . Kurzum,die Verluste häuften sich. Thomas Buddenbrookhatte auf dem Papiere ein Vermögen von sechsmal-hundertundfünfzigtausend Mark hinterlassen; einJahr nach der Testamentseröffnung stellte sich her-aus, daß mit dieser Summe im Entferntesten nichtzu rechnen war. . .

Unbestimmte und übertriebene Gerüchte über dieungünstige Liquidation gingen um, und sie wurdengenährt durch die Nachricht, daß Gerda Budden-brook das große Haus zu verkaufen gedenke. Manerzählte sich Wunderdinge über das, was sie dazunötigte, über das bedenkliche Zusammenschmelzen desBuddenbrookschen Vermögens, und so konnte es ge-schehen, daß allgemach in der Stadt eine StimmungPlatz zu ergreifen begann, die die verwitwete Sena-torin anfangs mit Erstaunen und Befremdung, dannmit wachsendem Unwillen in ihrem Haushalt em-pfinden mußte ... Als sie eines Tages ihrer Schwä-gerin berichtete, daß mehrere Handwerker und Lie-feranten in unanständiger Weise aus die Berichti-gung größerer Rechnungen gedrungen hatten, bliebFrau Permaneder lange Zeit erstarrt und brachdann in ein fürchterliches Gelächter aus . . . Gerda