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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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war mit den Jahren ein bißchen gemein geworden,aber die schmalgeschnittenen schwarzen Augen, so-wie die malayischen Wangenknochen waren reizvoll,und man sah wohl, daß sic einstmals außerordentlichhübsch gewesen sein mußte. Sie wurde in denSalon eingelassen, denn dort lag Thomas Budden-brook aufgebahrt.

Er lag inmitten des weiten und lichten Ge-maches, dessen Möbel fortgeschafst waren, in denweißseidenen Polstern des Sarges, in weiße Seidegekleidet und mit weißer Seide bedeckt, in einemstrengen und betäubenden Duftgemisch von Tube-rosen, Veilchen und hundert anderen Gewächsen.Zu seinen Häupten, in einem Halbkreise von silbernenArmleuchtern, auf umflorten Postamenten, standThorwaldsens Segnender Christus. Die Blumen-gebinde, die Kränze, Körbe und Sträuße, standenund lagen an den Wänden entlang, auf dem Fuß-boden und auf der Steppdecke; Palmenwedel lehntenan der Bahre und neigten sich über des Toten Füße. Sein Gesicht war stellenweise zerschunden, undbesonders die Nase zeigte Quetschungen. Aber seinHaupthaar war wie im Leben frisiert, und derSchnurrbart, von dem alten Herrn Wenzel nocheinmal mit der Brennschere ausgezogen, überragtelang und starr seine weißen Wangen. Sein Kopfwar ein wenig zur Seite gewandt, und zwischenseinen zusammengelegten Händen stak ein Elfenbein-kreuz.

Frau Jwersen blieb beinahe an der Thür stehen