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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
436
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Aber das war nun gleich, es war seine Ange-legenheit. Was man zunächst in der Sache zu thunhatte, war dies, daß man Kränze schickte, großeKränze, teure Kränze, Kränze, mit denen man Ehreeinlegen konnte, die in den Zeitungsartikeln erwähntwerden würden und denen man ansah, daß sie vonloyalen und zahlungsfähigen Leuten kamen. Siewurden geschickt, sie strömten von allen Seiten her-bei, von den Körperschaften sowohl wie von denFamilien und Privatpersonen; Kränze aus Lorbeer,aus starkriechenden Blumen, aus Silber, mit schwar-zen Schleifen und solchen in den Farben der Stadt,mit schwarzgedruckten Widmungen und solchen ingoldenen Buchstaben. Und Palmenwedel, ungeheurePalmenwedel. . .

Alle Blumenhandlungen machten Geschäftegroßen Stiles, nicht zum Wenigsten diejenigevon Jwersen, gegenüber dem BuddenbrookschenHause. Frau Jwersen schellte mehrmals des Tagesam Windfang und brächte Arrangements in ver-schiedenen Gestalten, von Senator So und so, vonKonsul So und so, von der und der Beamtenschaft. . . Einmal fragte sie, ob sie nicht vielleicht einwenig hinauf dürfe und den Senator sehen? Ja,das dürfe sie, wurde ihr geantwortet, und sie folgtedem Fräulein Jungmann über die Haupttreppe, in-dem sie stumme Blicke in das glänzende Treppen-haus Hinaufgleiten ließ.

Sie ging schwer, denn sie war guter Hoffnungwie gewöhnlich. Ihre Erscheinung im Allgemeinen