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ihn mit fünfzig Mätzchen und Chikanen zu hänseln,vor denen niemand Respekt hatte. Nie hatte Tho-mas Buddenbrook seinem Bruder mehr imponiert,als zu dieser Stunde. Der Erfolg ist ausschlag-gebend. Der Anderen Achtung vor unseren Leidenverschafft uns nur der Tod, und auch die kläglichstenLeiden werden ehrwürdig durch ihn. Du hast rechtbekommen, ich beuge mich, dachte Christian, und miteiner raschen, unbeholfenen Bewegung ließ er sichauf ein Knie nieder und küßte die kalte Hand ansder Steppdecke. Dann trat er zurück und begann,mit schweifenden Augen im Zimmer umher zu gehen.
Andere Besucher, die alten Krögers, die DamenBuddenbrook aus der Breitenstraße, der alte HerrMarcus, stellten sich ein. Auch die arme Klothildekam, stand mager und aschgrau am Bette und falteteapathischen Angesichts ihre mit Zwirnhandschuhenbekleideten Hände. „Ihr müßt nicht glauben, Tonyund Gerda," sagte sie unendlich gedehnt und klagend,„daß ich kalten Herzens bin, weil ich nicht weine.Ich habe keine Thränen mehr..." Und Jeder-mann glaubte ihr das aufs Wort, so hoffnungslosverstaubt und ausgedörrt wie sie dastand. . .
Schließlich räumten Alle das Feld vor einerFrauensperson, einem unsympathischen alten Ge-schöpf mit kauendem, zahnlosem Munde, die angekom-men war, um zusammen mit Schwester Leaudra dieLeiche zu waschen und umzukleiden.
Mann, Buddenbrooks. II. 28
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