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ging lahmend und mit wandernden Augen die Trep-pen hinauf.
Tann stand er, zwischen Schwester und Schwä-gerin, am Sterbebette. Er stand dort, mit seinemkahlen Schädel, seinen eingefallenen Wangen, seinemhängenden Schnurrbart und seiner ungeheuren, ge-höckerten Nase, aus krummen und mageren Beineu,ein wenig geknickt, ein wenig fragezeichenartig, undseine kleinen, tiefliegenden Augen blickten in desBruders Gesicht, das so schweigsam, kalt, ablehnendund einwandfrei, so sehr jedem menschlichen Urteilunzugänglich erschien. . . Thomas' Mundwinkelwaren mit beinahe verächtlichem Ausdruck nach untengezogen. Er, dem Christian vorgeworfen hatte, daßer bei seinem Tode nicht weinen werde, er warseinerseits tot, er war ohne ein Wort zu sagen ganzeinfach gestorben, hatte sich vornehm und intakt insSchweigen zurückgezogen und überließ den Andernmitleidlos der Beschämung, wie so oft im Leben!Hatte er nun gut oder schnöde gehandelt, indem erden Leiden Christians, seiner „Qual", dem nicken-den Manne, der Spiritusflasche, dem offenen Fenster,stets nur kalte Verachtung entgegengesetzt hatte?Diese Frage fiel dahin, sie war sinnlos geworden,da der Tod in eigensinniger und unberechenbarerParteilichkeit ihn, ihn ausgezeichnet und gerecht-fertigt, ihn angenommen und ausgenommen, ihnehrwürdig gemacht und ihm befehlshaberisch das all-gemeine, scheue Interesse verschafft hatte, währender Christian verschmähte und nur fortfahren würde,