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zur Stelle war, setzte sein schwarzes Hörrohr aufdie Brust der Leiche, horchte längere Zeit und sprachnach gewissenhafter Prüfung:
„Ja, es ist zu Ende."
Und mit dem Ringfinger ihrer blassen, sanft-mütigen Hand, schloß Schwester Leandra behutsamdem Toten die Augenlider.
Da warf sich Frau Permaneder an dem Bettin die Kniee, drückte das Gesicht in die Steppdeckeund weinte laut, gab sich rückhaltlos und ohne irgendetwas in sich zu dämpfen und zu unterdrücken, einemdieser erfrischenden Gefühlsausbrüche hin, die ihrerglücklichen Natur zu Gebote standen... Mit gänz-lich nassem Gesicht, aber gestärkt, erleichtert und voll-kommen im seelischen Gleichgewicht, erhob sie sichund war sofort imstande der Todesanzeigen zu ge-denken, die unverzüglich und in höchster Eile her-gestellt werden mußten, — ein ungeheurer Postenvornehm gedruckter Todesanzeigen. . .
Christian betrat die Bildfläche. Es verhielt sichso mit ihm, daß er die Nachricht von dem Sturzdes Senators im Klub erhalten hatte und auch so-gleich aufgebrochen war. Aus Furcht jedoch vorirgend einem gräßlichen Anblick hatte er einen weitenSpaziergang vors Thor unternommen, sodaß nie-mand ihn hatte finden können. Nun stellte er sichdennoch ein und erfuhr schon auf der Diele, daßsein Bruder verschieden sei.
„Ist doch wohl nicht möglich!" sagte er und