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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
429
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Kaffee und Buttersemmeln zu sich genommen habenmüsse.

Er sagte, daß er und die hier Anwesenden nichtmehr um das Leben dieses Lieben und Teuren bäten,denn sie sähen, daß es des Herrn heiliger Willesei, ihn zu sich zu nehmen. Nur um die Gnade einersanften Erlösung flehten sie noch. . . Und dannsprach er mit wirksamer Pointierung noch zwei insolchen Fällen übliche Gebete und erhob sich. Erdrückte Gerda Buddenbrooks und Frau PermanedersHand, nahm den Kopf des kleinen Johann zwischenbeide Hände und blickte ihm eine Minute lang zit-ternd vor Wehmut und Innigkeit auf die gesenktenWimpern, grüßte Fräulein Jungmann, streifteSchwester Leandra nochmals mit einem kalten Blickund hielt seinen Abgang.

Als Doktor Langhals zurückkehrte, der ein wenignach Hause gegangen war, fand er Alles beim Alten.Er nahm nur eine kurze Rücksprache mit der Pflege-rin und empfahl sich wieder. Auch Doktor Grabowsprach noch einmal vor, sah mit mildem Gesichtnach deni Rechten und ging. Thomas Buddenbrookfuhr fort, gebrochenen Auges die Lippen zu bewegenund gurgelnde Laute auszustoßen. Die Dämmerungsiel ein. Draußen gab es ein wenig winterlichesAbendrot, und es beschien durchs Fenster sanft diebesudelten Kleidungsstücke, die irgendwo über eineinStuhle hingen.

Um fünf Uhr ließ Frau Permaneder sich zu einerUnbedachtsamkeit Hinreißen. Ihrer Schwägerin ge-