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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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blickten, während sein Mund sich noch immer aufjene wehmütige Art geschlossen hielt oder währendHanno nachdenklich die Zungenspitze an einem Zahnescheuerte, dem er mißtraute, mit leicht verzerrtenLippen und einer Miene, als fröre ihn . . .

Wie man von Doktor Langhals erfuhr, der jetzt diePraxis des alten Doktor Grabow gänzlich übernom-men hatte und Hausarzt bei Buddenbrooks war, hatteHannos unzulänglicher Kräftezustand sowie die Blässeseiner Haut ihren triftigen Grund, und dieser be-stand darin, daß der Organismus des Kleinen leiderdie so wichtigen roten Blutkörperchen in nicht ge-nügender Anzahl produzierte. Dieser Unzuträglich-keit zu steuern aber gab es ein Mittel, ein ganz vor-treffliches Mittel, das Doktor Langhals in großenMengen verordnete: Leberthran, guter, gelber, fetter,dickflüssiger Torschleberthran, der aus einem Por-zellanlöfsel zweimal täglich zu nehmen war; und ausentschiedenen Befehl des Senators sorgte Jda Jung-mann mit liebevoller Strenge dafür, daß dies pünkt-lich geschah. Anfangs zwar erbrach sich Hanno nachjedem Lössel, und sein Magen schien den gutenTorsch-leberthran nicht beherbergen zu können; aber er ge-wöhnte sich daran, und wenn man gleich nach demNiederschlucken ein Stück Roggenbrot mit angehal-tenem Atem im Munde zerkaute, so ward der Ekelein wenig beruhigt.

Alle übrigen Beschwerden waren ja nur Folge-erscheinungen dieses Mangels an roten Blutkörper-chen,sekundäre Erscheinungen", wie Doktor Lang-