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hals sagte, indem er seine Fingernägel besah. Alleinauch diesen sekundären Erscheinungen mußte unnach-sichtig zu Leibe gegangen werden. Um die Zähnezu behandeln, zu füllen und gegebenen Falles zuextrahieren, dazu wohnte Herr Brecht mit seinemJosephus in der Mühlenstraße; und um die Ver-dauung zu regulieren, gab es Ricinusöl auf derWelt, gutes, dickes, silberblaukes Ricinusöl, welches,aus einem Eßlöffel genommen, wie ein schlüpfrigerMolch durch die Kehle glitschte, und das man dreiTage lang roch, schmeckte, im Schlunde spürte woman ging und stand. . . Ach, warum war dasalles doch so unüberwindlich widerlich? Ein einzigesMal — Hanno hatte recht krank zu Bette gelegenund sein Herz hatte sich besondere Unregelmäßigkeitenzu Schulden kommen lassen — war Doktor Lang-hals mit einer gewissen Nervosität zur Verschreibungeines Mittels geschritten, das dem kleinen JohannFreude gemacht und ihm so unvergleichlich wohl-gethau hatte: und das waren Arsenikpillen gewesen.Hanno fragte in der Folge oftmals danach, voneinem beinahe zärtlichen Bedürfnis nach diesen klei-nen, süßen, beglückenden Pillen getrieben. Aber ererhielt sie nicht mehr.
Leberthran und Ricinusöl waren gute Dinge,aber darin war Doktor Langhals vollständig mit demSenator einig, daß sie allein nicht hinreichten, denkleinen Johann zu einem tüchtigen und wetterfestenManne zu machen, wenn er selbst nicht das Seinedazu thäte. Da waren zum Beispiel, geleitet von dem
Mann, Buddenbrooks. II. 22