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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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merischen Unaufmerksamkeit und seiner körperlichenZartheit, die ihn allzu oft nötigte, die Schule zuversäumen, in den Realklassen ohne Überanstrengungschneller und ehrenvoller vorwärts kommen werde.Sollte der kleine Johann Buddenbrook einstmals Dasleisten, wozu er berufen war und was die Seinen vonihm erhofften, so mußte man vor allem darauf be-dacht sein, seine nicht eben kräftige Konstitution durchRücksichtnahme einerseits und durch rationelle Pflegeund Abhärtung andererseits zu festigen und zuheben . . .

Mit seinem braunen Haar, das er jetzt seitwärtsgescheitelt und schräg von seiner weißen Stirn zu-rückgebürstet trug, das aber dennoch danach strebte,sich in weichen Locken tief über die Schläfen zuschmiegen, mit seinen langen, braunen Wimpern undseinen goldbraunen Augen stach Johann Budden-brook auf dem Schulhof und auf der Straße trotzseines Kopenhagener Matrosenanzuges stets einwenig fremdartig unter den hellblonden und stahl-blauäugigen, skandinavischen Typen seiner Kame-raden hervor. Er war in letzter Zeit ziemlich starkgewachsen, aber seine Beine in den schwarzenStrümpfen und seine Arme in den dunkelblauen,bauschigen und gesteppten Ärmeln waren schmal undweich wie die eines Mädchens, und noch immer lagen,wie bei seiner Mutter, die bläulichen Schatten inden Winkeln seiner Augen, dieser Augen, die,besonders wenn sie seitwärts gerichtet waren, miteinem so zagen und ablehnenden Ausdruck darein-