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während der ersten Kinderjahre dieser Einfluß über-wogen hatte. Aber die Zeit begann, da einem VaterGelegenheit gegeben wird, auch seinerseits auf seinenSohn zu wirken, ihn ein wenig auf seine Seite zuziehen und mit männlichen Gegeneindrücken die bis-herigen weiblichen Einflüsse zu neutralisieren. Undder Senator war entschlossen, keine solche Gelegen-heit unbenutzt zu lassen.
Hanno, nun elfjährig, war zu Ostern ebenso wiesein Freund, der kleine Graf Mölln, mit genauerNot und zwei Nachprüfungen, im Rechnen und inder Geographie, nach Quarta versetzt worden. Esstand fest, daß er die Realklassen besuchen sollte,denn daß er Kaufmann werden und dereinst dieFirma übernehmen mußte, war selbstverständlich, undFragen seines Vaters, ob er Lust zu seinem künf-tigen Berufe in sich verspüre, beantwortete er mitJa . . . einem einfachen, etwas scheuen Ja ohne Zu-satz, daß der Senator durch weitere drängende Fragenein wenig lebhafter und ausführlicher zu machensuchte — und zwar meistens vergebens.
Hätte Senator Buddenbrook zwei Söhne besessen,so hätte er den Jüngeren ohne Frage das Gymna-sium absolvieren und studieren lassen. Aber dieFirma verlangte einen Erben, und abgesehen hiervonglaubte er, dem Kleinen eine Wohlthat zu erweisen,wenn er ihn der unnötigen Mühen mit dem Griechi-schen überhob. Er war der Meinung, daß das Real-pensnm leichter zu bewältigen sei, und daß Hanno,mit seiner oft schwerfälligen Auffassung, seiner trän-