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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
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die Zeitung in den Schoß sinken, lehnte sich zurückund sah Bruder und Schwägerin schweigend undfassungslos mit klagenden Augen an.

Thomas Buddenbrook hatte sich, schon währendsie las, wieder von ihr abgekehrt und blickte anihr vorbei, zwischen den Portisren hindurch, in dasDunkel des Salons hinüber.

Mit einem Revolver?" fragte er, nachdem wohlzwei Minuten lang Stille geherrscht hatte. Undwiederum nach einer Pause sprach er leise, langsamund spöttisch:

Ja, ja, so ein Rittersmann! . . ."

Dann versank er aufs Neue in Sinnen. DieSchnelligkeit, mit der er die eine Spitze seines Schnurr-bartes zwischen den Fingern drehte, stand in sonder-barem Gegensatz zu der verschwommenen, starrenund ziellosen Unbeweglichkeit seines Blickes.

Er achtete nicht auf die Klagereden seiner Schwe-ster und auf die Mutmaßungen, die sie in Betreffdes ferneren Lebens ihrer Freundin Armgard an-stellte, noch bemerkte er, daß Gerda, ohne den Kopfihm zuzuwenden, ihre nahe bei einander liegendenbraunen Augen, in deren Winkeln bläuliche Schattenlagerten, fest und spähend auf ihn gerichtet hielt.

2 .

Niemals vermochte Thomas Buddenbrook mit demBlicke matten Mißmutes, mit dem er den Rest seineseigenen Lebens erwartete, auch in die Zukunft des