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sollte andere Blätter lesen, die Königsberger Har-tungsche Zeitung oder die Rheinische Zeitung. Dawürde man ..."
Sie unterbrach sich. Sie hatte die Zeitung zurHand genommen, hatte sie noch einmal entfaltet und,während sie sprach, ihre Augen geringschätzig überdie Spalten gleiten lassen. Nun aber blieb ihr Blickan einer Stelle haften, einer kurzen Notiz von vieroder fünf Zeilen . . . Sie verstummte, sie griff miteiner Hand nach ihrem Augenglas, las, während ihrMund sich langsam öffnete, die Notiz zu Ende undstieß dann zwei Schreckensrufe aus, wobei sie beideHandflächen gegen die Wangen preßte und die Ellen-bogen weit vom Körper entfernt hielt.
„Unmöglich!... Es ist nicht möglich!... Nein,Gerda. . . Tom. . . Das konntest du übersehen!...Es ist entsetzlich... Die arme Armgard! Somußte es für sie kommen..."
Gerda hatte den Kopf von ihrer Arbeit erhobenund Thomas sich erschreckt seiner Schwester zuge-wandt. Und heftig ergriffen, mit bebender Kehl-stimme jedes Wort schicksalsschwer betonend, las FrauPermaneder laut diese Nachricht, die aus Rostockkam und dahin ging, daß gestern Nacht der Ritter-gutsbesitzer Ralf von Maiboom im Arbeitszimmerdes Herrenhauses von Pöppenrade sich vermittelsteines Revolverschusses entleibt habe. „Pekuniäre Be-drängnis scheint der Beweggrund zur That gewesenzu sein. Herr von Maiboom hinterläßt eine Fraumit drei Kindern." So schloß sie, und dann ließ sie