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Stühlen die Beinkleider, sorgfältig in die Faltengelegt, aufgestapelt waren. In der Kommode aber,mit dem gewaltigen Spiegelaufsatz, dessen Platte mitKämmen, Bürsten und Präparaten für die Pflegedes Haupthaares und Bartes bedeckt war, lagerteder Vorrat von verschiedenartiger Leibwäsche, die be-ständig gewechselt, gewaschen, verbraucht und er-gänzt wurde. . .
In diesem Kabinet verbrachte er nicht nur amMorgen eine lange Zeit, sondern auch vor jedemDiner, jeder Senatssitzuug, jeder öffentlichen Ver-sammlung, kurz, immer, bevor es galt, sich unterMenschen zu zeigen und zu bewegen, ja selbst vorden alltäglichen Mahlzeiten zu Hause, bei denenaußer ihm selbst nur seine Frau, der kleine Johannund Jda Jungmann zugegen waren. Und wenn erhinaustrat, so verschaffte die frische Wäsche an seinemKörper, die tadellose und diskrete Eleganz seines An-zuges, sein sorgfältig gewaschenes Gesicht, der Ge-ruch der Brillautine in seinem Schnurrbart und derherb-kühle Geschmack des gebrauchten Mundwassersihm das Befriedigungs- und Bereitschaftsgefühl, mitdem ein Schauspieler, der seine Maske in allenEinzelheiten vollendet hergestellt hat, sich zur Bühnebegiebt. . . Wirklich! Thomas Buddenbrooks Da-sein war kein anderes mehr, als das eines Schau-spielers, eines solchen aber, dessen ganzes Leben bisauf die geringste und alltäglichste Kleinigkeit zu einereinzigen Produktion geworden ist, einer Produktion,die mit Ausnahme einiger weniger und kurzer Stun-