Druckschrift 
2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

312

nur . . . um was noch gleich? Leckereien, Zucker-werk, wie? . . . Und jetzt um ein ganzes Haus . .

Ich erinnere mich nicht," sagte Frau Perma-neder und steifte ihren Hals noch mehr, denn seinGesicht war ihr unanständig und unerträglich nahe...

Sie erinnern sich nicht?"

Nein, ich weiß, ehrlich gesagt, nichts von Zucker-werk. Mir schwebt etwas vor von Citronensemmelnmit fetter Wurst belegt. . . einem recht widerlichenFrühstücksbrot . . . Ich weiß nicht, ob es mir oderIhnen gehörte . . . Wir waren Kinder damals...Aber das mit dem Hause heute ist ja ganz und garSache des Herrn Gosch. . ."

Sie warf ihrem Bruder einen raschen, dankbarenBlick zu, denn er hatte ihre Not gesehen und kamihr zur Hülfe, indem er sich die Frage erlaubte, obes den Herren genehm sei, vorerst einmal den Gangdurchs Haus zu unternehmen. Man war bereit da-zu, man verabschiedete sich vorläufig von Frau Per-maneder, denn man hoffte, später noch einmal dasVergnügen zu haben . . . und dann führte der Se-nator die beiden Gäste durch den Eßsaal hinaus.

Er führte sie treppauf, treppab und zeigte ihnendie Zimmer der zweiten Etage, sowie diejenigen, dieam Korridor des ersten Stockwerks gelegen waren,und die Parterre-Räumlichkeiten, ja selbst Küche undKeller. Was die Bureaux betraf, so nahm man Ab-stand davon, einzutreten, da der Rundgang in dieArbeitszeit der Versicherungs-Beamtenschaft fiel. Ein