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lang, in deren Verlause Herr Gosch Gelegenheit hatte,alle Register seiner Charakterkunst zu ziehen. Erspielte gleichsam ein doppeltes Spiel, er spielte einenheuchelnden Bösewicht. „Schlagen Sie ein, HerrSenator, mein jugendlicher Gönner... 84000Cou-rantmark... es ist das Angebot eines alten, ehr-lichen Mannes!" sagte er mit süßer Stimme, indemer den Kopf auf die Seite legte, sein von Grimassenverwüstetes Gesicht zu einem Lächeln der treuherzigenEinfalt verzog und seine Hand, eine große, weißeHand, mit langen und zitternden Fingern, von sichstreckte. Aber das war Lüge und Verräterei! EinKind hätte diese heuchlerische Maske durchschauenmüssen, unter welcher die tiefinnere Schurkenhaftig-keit dieses Menschen gräßlich hervorgrinste. . .
Endlich erklärte Thomas Buddenbrook, daß ersich eine Bedenkzeit erbitten und jedenfalls mit seinenGeschwistern Rücksprache nehmen müsse, bevor erdie 28000 Thaler acceptiere, was wohl kaum jemalsgeschehen könne. Er brachte vorderhand das Ge-spräch auf ein neutrales Gebiet, erkundigte sich nachden geschäftlichen Erfolgen des Herrn Gosch, nachseinem persönlichen Wohlergehen. . .
Herrn Gosch ging es schlecht; mit einer schönenund großen Armbewegnng wies er die Annahmezurück, er könne zu den Glücklichen gehören. Dasbeschwerliche Greisenalter nahte heran, es war da,wie gesagt, seine Grube war geschaufelt. Er konnteAbends kaum noch sein Glas Grog zum Munde füh-ren, ohne die Hälfte zu verschütten, so machte der