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Augen in die Sachen, denn die Severin hat dieSchlüssel zu den Schränken. ,Fräulein Severin!'sage ich, ,ich wünsche die Schlüssel'. Was antwortetsie mir? Sie erklärt mir mit deutlichen und ge-wöhnlichen Worten, ich hätte ihr nichts zu sagen,sie stände nicht bei mir in Dienst, ich hätte sie nichtengagiert, sie werde die Schlüssel behalten, bis siegehe!"
„Hast du die Schlüssel zum Silberzeug? — Gut.Laß dem Übrigen seinen Lauf. Dergleichen ist un-vermeidlich, wenn ein Haushalt aufgelöst wird, indem zuletzt so wie so schon ein bißchen lax regiertwurde. Ich will jetzt keinen Lärm machen. DasWeißzeug ist alt und defekt. . . Übrigens werdenwir ja sehen, was noch da ist. Hast du die Verzeich-nisse? Auf dem Tische? Gut. Wir werden ja gleichsehen."
Und sie traten in das Schlafzimmer, um ein Weil-chen still neben einander an dem Bette stehen zubleiben, nachdem Frau Antonie das Weiße Tuch vomGesicht der Toten genommen hatte. Tie Konsulinwar schon in dem seidenen Gewand, in welchem sieheute Nachmittag im Saale droben aufgebahrt wer-den sollte; es war achtundzwanzig Stunden nachihrem letzten Atemzuge. Mund und Wangen waren,da die künstlichen Zähne fehlten, greisenhaft einge-fallen, und das Kinn schob sich schroff und eckigaufwärts. Alle drei bemühten sich schmerzlich, wäh-rend sie auf diese unerbittlich tief und fest geschlosse-nen Augenlider blickten, in diesem Antlitz das ihrer