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Würde. Ärzte waren nicht auf der Welt, den Todherbeizuführen, sondern das Leben um jeden Preiszu konservieren. Dafür sprachen außerdem gewissereligiöse und moralische Gründe, von denen sie aufder Universität sehr wohl gehört hatten, wenn sieihnen im Augenblick auch nicht gegenwärtig waren...Sie stärkten im Gegenteil mit verschiedenen Mittelndas Herz und brachten durch Brechreiz mehrere Maleeine momentane Erleichterung hervor.
Um fünf Uhr konnte der Kampf nicht mehr furcht-barer werden. Tie Konsulin, im Krampfe aufge-richtet und mit weit geöffneten Augen, stieß mit denArmen um sich, als griffe sie nach einem Haltepunktoder nach Händen, die sich ihr entgegenstreckten undantwortete nun unaufhörlich in die Luft hinein nachallen Seiten auf Rufe, die nur sie vernahm, unddie immer zahlreicher und dringlicher zu werdenschienen. Es war, als ob nicht nur ihr verstorbenerGatte und ihre Tochter, sondern auch ihre Eltern,Schwiegereltern und mehrere andere, ihr im Todevorangegangene Anverwandte irgendwo anwesendwaren, und sie nannte Vornamen, von denen nie-mand im Zimmer sofort hätte sagen können, welcheVerstorbenen damit gemeint seien. „Ja!" rief sieund wandte sich nach verschiedenen Richtungen. . .„Jetzt komme ich . . . Sofort. . . Diesen Augen-blick noch... So. . . Ich kann nicht. . . EinMittel, meine Herren..."
Um halb sechs Uhr trat ein Augenblick der Ruheein. Und dann, ganz plötzlich, ging über ihre ge-
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