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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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mit einem erschütternden Ausdruck von Neid aufeiner der anwesenden Personen haften zu bleiben,die angekleidet waren und atmen konnten, denen dasLeben gehörte und die nichts weiter zu thun ver-mochten, als das Liebesopfer zu bringen, das darinbestand, den Blick auf dieses Bild gerichtet zu halten.Und die Nacht rückte vor, ohne daß eine Veränderungeingetreten wäre.

Wie lange kann es noch dauern?" fragte Tho-mas Buddenbrook leise und zog den alten DoktorGrabow in den Hintergrund des Zimmers, währendDoktor Langhals gerade irgend eine Injektion an derKranken vornahm. Auch Frau Permaneder, dasTaschentuch am Munde, trat herzu.

Ganz unbestimmt, lieber Herr Senator," ant-wortete Doktor Grabow.Ihre Frau Mutter kannin fünf Minuten erlöst sein, und sie kann noch Stun-den lang leben... ich kann Ihnen nichts sagen.Es handelt sich um das, was man Stickfluß nennt. . . ein' Odem..."

Ich weiß es," sagte Frau Permaneder undnickte in ihr Taschentuch, während die Thränen überihre Wangen rannen.Es kommt bei Lungenent-zündungen oft vor. . . Es hat sich dann so einewässerige Flüssigkeit in den Lungenbläschen ange-sammelt, und wenn es schlimm wird, so kann mannicht mehr atmen ... Ja, ich weiß es . . ."

Die Hände vor sich gefaltet, blickte der Senatorzum Himmelbette hinüber.

Wie furchtbar sie leiden muß!" flüsterte er.