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neders in die Mengstraße berufen, da die Kranke mitdem Tode kämpfe. Der Wind fuhr in den kaltenRegen, der herniederging, und trieb ihn prasselndgegen die Fensterscheiben.
Als der Senator und seine Frau das Zimmerbetraten, das von den Kerzen zweier Armleuchtererhellt war, die auf dem Tische bräunten, waren diebeiden Ärzte schon zugegen. Auch Christian waraus seinem Zimmer heruntergeholt worden und saßirgendwo, indem er dem Himmelbette den Rückenzuwandte und die Stirn, tief gebückt, in beide Händestützte. Man erwartete den Bruder der Kranken,Konsul Justus Kröger, nach dem ebenfalls geschicktworden war. Frau Permaneder und Erika Wein-schenk hielten sich leise schluchzend am Fußende desBettes. Schwester Leandra und Mamsell Severinhatten nichts mehr zu thun und blickten betrübt indas Gesicht der Sterbenden.
Die Konsulin lag, von mehreren Kissen gestützt,auf dem Rücken, und ihre beiden Hände, diese schönen,mattblau geäderten Hände, die nun so mager, soganz abgezehrt waren, streichelten hastig und unauf-hörlich, mit zitternder Eilfertigkeit die Steppdecke.Ihr Kopf, mit einer weißen Nachthaube bedeckt,wandte sich ohne Unterlaß, mit entsetzenerregenderTaktmäßigkeit von einer Seite zur anderen. IhrMund, dessen Lippen einwärts gezogen zu sein schie-nen, öffnete und schloß sich schnappend bei jedemqualvollen Atmnngsversuch, und ihre eingesunkenenAugen irrten hülfesuchend umher, um hie und da