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storben waren. Eines Nachmittags in der Dämme-rung, sagte sie plötzlich mit lauter, etwas ängstlicheraber inbrünstiger Stimme: „Ja, mein lieber Jean,ich komme!" Und die Unmittelbarkeit dieser Ant-wort war so täuschend, daß man nachträglich dieStimme des verstorbenen Konsuls zu hören glaubte,der sie gerufen hatte.
Christian traf ein; er kam von Hamburg, woselbster, wie er sagte, Geschäfte gehabt hatte, und verweilteübrigens nur kurze Zeit im Krankenzimmer; dannverließ er es, indem er sich über die Stirn strich,die Augen wandern ließ und sagte: „Das ist jafurchtbar. . . Das ist ja furchtbar... Ich kannes nun nicht mehr."
Auch Pastor Pringsheim erschien, streifteSchwester Leandra mit einem kalten Blick und betetemit modulierender Stimme am Bette der Konsulin.
Und dann kam die kurze Besserung, das Auf-flackern, ein Nachlassen des Fiebers, eine täuschendeRückkehr der Kräfte, ein Stillewerden der Schmerzen,ein paar klare und hoffnungsvolle Äußerungen, dieden Umstehenden Thränen der Freude in die Augentreiben. . .
„Kinder, wir behalten sie, ihr sollt sehen, wirbehalten sie trotz alledem!" sagte Thomas Budden-brook. „Wir haben sie Weihnachten bei uns underlauben nicht, daß sie sich dabei aufregt wie sonst..."
Aber schon in der nächstfolgenden Nacht, kurzeZeit nachdem Gerda und ihr Gatte zu Bette ge-gangen waren, wurden sie Vonseiten Frau Perma-