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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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reizt, sagen die Beiden, und damit mögen sie wohlrecht haben . . . Wo ist denn die Severin?"

Zur Apotheke," sagte Frau Permaneder.

Seht ihr, die ist schon wieder in der Apotheke,und du, Tony, siehst ans, als wolltest du jeden Augen-blick einschlafen. Nein, das geht nicht länger. Wennes auch nur für ein paar Tage ist. . . wir müsseneine Pflegerin hier haben, meint ihr nicht auch?Wartet, ich lasse jetzt gleich bei meiner GrauenSchwester Oberin anfragen, ob Eine disponibel ist..."

Thomas," sagte die Konsulin jetzt mit behut-samer Stimme, um den Hustenreiz nicht wieder zuentfesseln,glaube mir, du erregst Anstoß mit deinerbeständigen Protektion der Katholischen gegenüberden schwarzen Protestantischen. Du hast den Einendirekte Vorteile verschafft und thust nichts für dieAnderen. Ich versichere dich, Pastor Pringsheimhat sich neulich mit deutlichen Worten bei mir 'da-rüber beklagt. . ."

Ja, das nützt ihm gar nichts. Ich bin über-zeugt, daß die Grauen Schwestern treuer, hingeben-der, aufopferungsfähiger sind, als die Schwarzen.Diese Protestantinnen, das ist nicht das Wahre. Daswill sich Alles bei erster Gelegenheit verheiraten...Kurzum, sie sind irdisch, egoistisch, ordinär . . . DieGrauen sind dsgagierter, ja, ganz sicher, sie stehendem Himmel näher. Und gerade, weil sie mir Dankschulden, sind sie vorzuziehen. Was ist SchwesterLeandra uns nicht gewesen, als Hanno Zahnkrämpfehatte! Ich will nur hoffen, daß sie frei ist. . ."