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Augen forschend ins Gesicht sah. Es war ein Blickvoll beherrschter Ruhe und von angespannter, unaus-weichlicher Eindringlichkeit, der, da er ein wenig vonder Seite kam, beinahe etwas Lauerndes hatte. Ab-gesehen von der Blässe der Haut, die auf den Wangenein paar Flecke von fieberiger Röte hervortreten ließ,zeigte dies Gesicht durchaus keine Mattigkeit undSchwäche. Die alte Dame war sehr aufmerksam beider Sache, aufmerksamer noch, als ihre Umgebung,denn am Ende war sie die zunächst Beteiligte. Siemißtraute dieser Krankheit und war ganz und garnicht gewillt, sich aufs Ohr zu legen und den Dingennachgiebig ihren Lauf zu lassen . . .
„Was haben sie gesagt, Thomas?" fragte siemit so bestimmter und lebhafter Stimme, daß sichsofort ein heftiger Husten einstellte, den sie mit ge-schlossenen Lippen zurückznhalten suchte, der aberhervorbrach und sie zwang, die Hand gegen ihrerechte Seite zu pressen.
„Sie haben gesagt," antwortete der Senator, alsder Anfall vorüber war, und streichelte ihre Hand...„Sie haben gesagt, daß unsere gute Mutter in einpaar Tagen wieder auf den Füßen sein wird. Daßdu das noch nicht kannst, weißt du, das liegt daran,daß dieser dumme Husten natürlich die Lunge einbißchen angegriffen hat. . . es ist nicht geradeLungenentzündung," sagte er, da er sah, daß ihrBlick noch eindringlicher wurde. . . „obgleich jaauch Das noch nicht das Ende aller Tinge wäre, ach, dagiebt es Schlimmeres! Kurz, die Lunge ist etwas ge-