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anders! Was meinst du wohl? ... ich muß mirjetzt oft fünf Schillinge für Zahnpulver leihen!"
„Christian!" rief Frau Permaneder. „Wie un-würdig! Mit einem Streichholz! Fünf Schillinge!Sprich doch wenigstens nicht davon!" Sie war ent-rüstet, empört, in ihren heiligsten Gefühlen belei-digt; allein das änderte nichts. . .
Die fünf Schillinge für Zahnpulver entliehChristian von feinem alten Freunde Andreas Gie-seke, Doktor beider Rechte. Er hatte Glück mit dieserFreundschaft, und sie ehrte ihn; denn der Rechts-anwalt Gieseke, dieser Suitier, der die Würde zuwahren wußte, war im vergangenen Winter, als deralte Kaspar Oeverdieck sanft entschlummert war, undDoktor Langhals an seine Stelle gerückt war, zumSenator erwählt worden. Seinen Lebenswandel aberbeeinflußte das nicht. Alan wußte, daß ihm, derseit seiner Verheiratung mit einem Fräulein Hunäusinmitten der Stadt ein geräumiges Haus besaß, auchin der Vorstadt St. Gertrud jene kleine, grünbewach-sene und behaglich ausgestattete Villa gehörte, dievon einer noch jungen und außerordentlich hübschenDame unbestimmter Herkunft ganz allein bewohntward. Über der Hausthür prangte in zierlich ver-goldeten Buchstaben das Wort: „tzuisisunu", undin der ganzen Stadt war das friedliche Häuschenbekannt unter diesem Namen, den man übrigensmit sehr weichen S- und sehr getrübten A-Lautensprach. Christian Buddenbrook aber, als bester Freunddes Senators Gieseke, hatte sich Zutritt verschafft