Er that es. Er erschien in der ersten Etage,ward von den drei Damen, Großmutter, Tochterund Enkelin, empfangen, plauderte zehn Minutenlang und versprach, nachmittags um die Kaffeezeiteinmal zu zwangloser Unterhaltung wiederzukommen.
Auch das geschah, und man lernte einander ken-nen. Ter Direktor war aus Schlesien gebürtig, wo-selbst sein alter Vater noch lebte; seine Familieindes schien nicht in Betracht zu kommen, und HugoWeinschenk vielmehr ein sslk-nmckö man zu sein. Erbesaß das nicht angeborene, nicht ganz sichere, etwasübertriebene und etwas mißtrauische Selbstbewußt-sein eines solchen, seine Formen waren nicht ebenvollkommen, und seine Konversation von Herzen un-gewandt. Übrigens zeigte sein etwas kleinbürgerlichgeschnittener Gehrock einige blanke Stellen, seineManschetten mit den großen Jettknöpfen waren nichtganz frisch und sauber, und am Mittelfinger derlinken Hand war infolge irgend eines Unglückssallesder Nagel völlig verdorrt und kohlschwarz. . . einziemlich unerfreulicher Anblick, der aber nicht hin-derte, daß Hugo Weinschenk ein hochachtungswerter,fleißiger, energischer Mensch mit 12000 Courant-mark jährlicher Einkünfte und in Erika GrünlichsAugen sogar ein schöner Mann war.
Frau Permaneder hatte rasch die Lage über-blickt und abgeschätzt. Sie sprach sich gegen die Kon-sulin und den Senator offen darüber aus. Es warklar, daß die Interessen sich entgegenkamen und sichergänzten. Direktor Weinschenk war, wie Erika,