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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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machte, sie auf der Straße gegrüßt haben, wennder Blick, mit dem sie zurückgeworfenen Hauptesan seinem Gesichte vorbeisah, diesemGänseleber-pastetengesicht", das sie, mit einem ihrer starkenWorte,haßte wie die Pest", es ihm nicht aufsstrengste verboten hätte. So kam es, daß auch Erikader Sphäre ihres Onkels, des Senators, durchausfern stand, daß sie keine Bälle besuchte und, Herren-bekanntschaften zu machen, sich ihr wenig Gelegen-heit bot.

Dennoch war es, besonders seit sie selbst, wiesie sagte,abgewirtschaftet" hatte, Frau Antoniesheißester Wunsch, daß ihre Tochter die Hoffnungenerfüllen möge, die ihr, der Mutter, fehlgeschlagen,und eine Heirat machen, welche, vorteilhaft und glück-lich, der Familie zur Ehre gereichen, und die Schick-sale der Mutter vergessen lassen würde. In ersterLinie ihrem älteren Bruder gegenüber, der in letzterZeit so geringe Hoffnungsfreudigkeit an den Taglegte, sehnte Tony sich nach einem Beweise, daßdas Glück der Familie noch nicht erschöpft, daß siekeineswegs schon am Ende angelangt sei. . . Ihrezweite Mitgift, die 17000 Thaler, die Herr Perma-neder mit so viel Coulanz wieder herausgegebenhatte, lagen für Erika bereit, und kaum hatte FrauAntonie, scharfäugig und erfahren, die zarte Ver-bindung bemerkt, die sich zwischen ihrer Tochter unddem Direktor angesponnen hatte, als sie schon denHimmel mit Gebeten anzngehen begann, Herr Wein-schenk möge Visite machen.