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der Direktor den Cylinder von seinem kurzen,schwarzen Haupthaar, das an den Schläfen schonzu ergrauen begann, wiegte sich stärker in der Tailleseines Gehrockes und begrüßte das junge Mädchenmit einem erstaunten und bewundernden Blickseinerkühn umherschweifenden, braunen Augen... woraufErika davonlief, sich irgendwo auf eine Fensterbanksetzte und vor Ratlosigkeit und Verwirrung eineStunde lang weinte.
Fräulein Grünlich war unter Therese Weich-brodts Obhut in Züchten herangewachsen, und ihreGedanken gingen nicht weit. Sie weinte über HerrnWeinschenks Cylinder, die Art, mit der er bei ihremAnblick seine Brauen emporzucken und wieder fallenließ, seine höchst königliche Haltung und seine ba-lancierenden Fäuste. Ihre Mutter inzwischen, FrauPermaneder, sah weiter.
Die Zukunft ihrer Tochter bekümmerte sie seitJahren, denn Erika war, verglichen mit anderenheiratsfähigen Mädchen, ja im Nachteile. Frau Per-maneder verkehrte nicht nur nicht in der Gesellschaft,sie lebte in Feindschaft mit ihr. Die Annahme, daßman sie in den ersten Kreisen auf Grund ihrerzweimaligen Scheidung als minderwertig betrachte,war ihr ein wenig zur fixen Idee geworden, undsie sah Verachtung und Gehässigkeit da, wo wahr-scheinlich oft nichts als Gleichgültigkeit vorhandenwar. Wahrscheinlich znm Beispiel würde KonsulHermann Hagenström, dieser freisinnige und loyaleKopf, den der Reichtum heiter und wohlwollend