lang hell, fest und freundlich in das Gesicht FrauJwersens blickte. Und ohne ein Wort hinzuzufügen,verabschiedete er sich mit einer verbindlichen Hand-bewegung.
6 .
Eines Sonntags, zu Beginn des Juli — Sena-tor Buddenbrook hatte seit etwa vier Wochen seinneues Haus bezogen — erschien Frau Permanedernoch gegen Abend bei ihrem Bruder. Sie über-schritt den kühlen, steinernen Flur, der mit Reliefsnach Thorwaldsen geschmückt war, und von dem zurRechten eine Thür in die Comptoirs führte, schelltean der Windfangthür, die von der Küche aus durchden Druck auf einen Gummiball geöffnet werdenkonnte, und erfuhr auf dem geräumigen Vorplatz,wo, am Fuße der Haupttreppe, der Bär, das Ge-schenk der Tiburtius' stand, von Anton, dem Be-dienten, daß der Senator noch bei der Arbeit sei.
„Schön," sagte sie, „danke, Anton; ich gehezu ihm."
Aber sie schritt zuvor noch am Comptoireingangvorbei, ein wenig nach rechts, dorthin, wo über ihrdas kolossale Treppenhaus sich aufthat, diesesTreppenhaus, das im ersten Stockwerk von der Fort-setzung des gußeisernen Treppengeländers gebildetward, in der Höhe der zweiten Etage aber zu einer-weiten Säulengalerie in Weiß und Gold wurde,während von der schwindelnden Höhe des „einfallen-den Lichtes" ein mächtiger, goldblanker Lustre her-