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scnne und vorurteilsfreie Denkungsart, und hieraufgründete sich die Bewunderung, die er genoß.
Das Prestige Thomas Buddenbrooks war andererArt. Er war nicht nur er selbst; man ehrte in ihmnoch die unvergessenen Persönlichkeiten seines Va-ters, Großvaters und Urgroßvaters, und abgesehenvon seinen eigenen geschäftlichen und öffentlichenErfolgen war er der Träger eines hundertjährigenBürgerruhmes. Die leichte, geschmackvolle und be-zwingend liebenswürdige Art freilich, in der er ihnrepräsentierte und verwertete, war wohl das Wich-tigste; und was ihn auszeichnete, war ein selbstunter seinen gelehrten Mitbürgern ganz ungewöhn-licher Grad formaler Bildung, der, wo er sich äußerte,ebenso viel Befremdung wie Respekt erregte. . .
Donnerstags, bei Buddenbrooks, war von derbevorstehenden Wahl in Gegenwart des Konsuls meistnur in Form von kurzen und fast gleichgültigenBemerkungen die Rede, bei denen die alte Kon-sulin diskret ihre Hellen Augen beiseite schweifenließ. Hie und da aber konnte Frau Permanedersich trotzdem nicht entbrechen, ein wenig mit ihrererstaunlichen Kenntnis der Staatsverfassung zuprunken, deren Satzungen sie, soweit sie die Wahleines Senatsmitgliedes betrafen, ebenso eingehendstudiert hatte, wie vor Jahr und Tag die Scheidungs-Paragraphen. Sie sprach dann von Wahlkammern,Wahlbürgern und Stimmzetteln, erwog alle denk-- baren Eventualitäten, citierte wörtlich und ohne An-stoß den feierlichen Eid, der von den Wählern zu