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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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der Liste. Von Anfang an aber klang beständigdieser Name mit: Thomas Buddenbrook. Und jemehr der Wahltag sich näherte, desto klarer wardes, daß er zusammen mit Hermann Hagenström diemeisten Chancen besaß.

Kein Zweifel, Hermann Hagenström hatte An-hänger und Bewunderer. Sein Eifer in öffentlichenAngelegenheiten, die frappierende Schnelligkeit, mitder die Firma Strunck L Hagenström emporgeblühtwar und sich entfaltet hatte, des Konsuls luxuriöseLebensführung, das Haus, das er führte, und dieGänseleberpastete, die er frühstückte, verfehlten nicht,ihren Eindruck zu machen. Dieser große, ein wenigzu fette Mann mit seinem rötlichen, kurzgehaltenenVollbart und seiner ein wenig zu platt auf der Ober-lippe liegenden Nase, dieser Mann, dessen Groß-vater noch niemand und er selbst nicht gekannthatte, dessen Vater infolge seiner reichen aber zweifel-haften Heirat gesellschaftlich noch beinahe unmöglichgewesen war, und der dennoch, verschwägert sowohlmit den Huneus als mit den Möllendorpfs, seinenNamen denjenigen der fünf oder sechs herrschendenFamilien angereiht und gleichgestellt hatte, war un-leugbar eine merkwürdige und respektable Erschei-nung in der Stadt. Das Neuartige und damit Reiz-volle seiner Persönlichkeit, das, was ihn auszeichneteund ihm in den Augen Vieler eine führende Stellunggab, war der liberale und tolerante Grundzug seinesWesens. Die legere und großzügige Art, mit derer Geld verdiente und verausgabte, war etwas an-