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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
343
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„Lassen Sie mich übrigens", sagte er, „eine Fragetun, Fräulein Jmma. Sie brauchen sie nicht zu beant-worten, wenn es Ihnen nicht gefällig ist."

„Wir werden sehen", antwortete sie.

„Vor vier Wochen," fing er an, „als ich zum ersten-mal das Vergnügen hatte, mit Herrn Spoelmann, IhremVater zu plaudern, richtete ich eine Frage an ihn, die erso kurz und abbrechend beantwortete, daß ich fürchtenmuß, einen Mißgriff oder falschen Schritt damit getanzu haben."

„Was fragten Sie?"

„Ich fragte, ob es ihm nicht schwer geworden sei,Amerika zu verlassen."

„Ja, sehen Sie, Prinz, das war nun wieder so rechteine Frage, die Ihnen ähnlich sieht, eine ausgemachtePrinzenfrage. Wären Sie auf dem Gebiete der Denk-lehre ein wenig beschlagener, so hätten Sie sich wohl still-schweigend mit dem Vernunftschluß begnügt, daß, wennmein Vater Amerika nicht leicht und gern verlassen hätte,er es schlechterdings überhaupt nicht verlassen hätte."

„Das mag wahr sein, Fräulein Jmma, verzeihenSie, ich denke nicht sehr genau. Aber wenn ich mitmeiner Frage mich keines andern Fehltritts als nur einesDenkfehlers schuldig gemacht habe, so will ich wahrhaftigzufrieden sein. Können Sie mich soweit beruhigen?"

„Nun denn, Prinz, nein, nicht einmal so weit", sagtesie und sah ihn plötzlich mit ihren großen, schwarz-glänzenden Augen an.

„Sehen Sie? Sehen Sie? Aber was für eine Be-wandtnis hat es damit, Fräulein Jmma? Lassen Sie