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Königliche Hoheit : Roman
Entstehung
Seite
337
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„Königliche Hoheit!" sagte er, Glück in der Stimme,„tun Königliche Hoheit mir auch einmal wieder die Ehrean? Und das gnädige Fräulein!" setzte er mit andächtigerStimme hinzu; denn er kannte Samuel SpoelmannsTochter sehr wohl und hatte so eifrig wie einer im Groß-herzogtum die Zeitungsnotizen gelesen, die Prinz KlausHeinrichs und Jmmas Namen zusammen nannten. Erwar der Gräfin beim Absteigen behilflich, da Klaus Heinrich,zuerst aus dem Sattel, sich dem Fräulein widmete, undrief nach einem Knecht, der zusammen mit dem Spoel-mannschen Livrierten die Pferde besorgte. Aber hieraufhielt Klaus Heinrich Begrüßung und Empfang, wie eres gewohnt war. In geschlossener Haltung richtete ereinige formelhafte Fragen an den dienernden HerrnStavenüter, erkundigte sich auf gewinnende Art nach seinerGesundheit, nach dem Stande seiner Geschäfte und nahmdie Antworten mit dem lebhaften Kopfnicken scheinbarsachlicher Beteiligung entgegen. Jmma Spoelmann, ihreReitgerte mit beiden Händen hin und herbiegend, sahdiesem kunstreichen und kalten Auftritt mit ernsten undglänzend forschenden Augen zu. „Ich erlaube mir, inErinnerung zu bringen, daß ich Durst leide", sagte sieendlich scharf und verstimmt, und so trat man denn inden Garten und beratschlagte, ob man das Wirtszimmeraufsuchen müsse. Es sei noch zu feucht unter den Bäumen,meinte Klaus Heinrich; aber Jmma bestand darauf, imFreien zu sitzen, und wählte selber einen der schmalen undlangen Trinktische mit Bänken zu beiden Seiten, den HerrStavenüter mit einem weißen Tuche zu decken sich beeilte.

„Limonade!" sagte er. „Das ist das Beste für den