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1 (1911) Vorarbeit zu einer Geschichte unserer Sippe : Als Ms. gedr. [Hauptw.].
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seine Anzugs-(Predigt) so über das Evgl.D. II. Trin. ebenfalls dem Druck übergab.Hier hatte er ein solches Einkommen, daßer nicht nur die Schulden in Löbejün til-gen, sondern auch der Mama erklecklicheBeyhülfe tun konnte. 7. Endlich wurdeer An. 1775 durch Hülfe des ehemali-gen Ober-Consistorial- und anjetzt erstenPraesidenten v. Kessenbrinck zu Stettin,General Superintendent über ganz Pom-mern, welcher wichtigen Stelle er noch,aber freilich nicht ohne Neid und vielArbeit vorsteht. Beim Abscheiden ausBerlin gab er die Predigt über Apostel-geschichte XX, 32 im Druck heraus.Uebrigens ist er von je her in seinen Ge-sinnungen und Verhalten eigen für sich,und veränderlich gegen die Verwandtenund Freunde gewesen. (In der Biblioth.des Pommer. Gesch. Vereins ist seinePredigt bey der Pom. Erbhuldigung Stet-tin 1786 und Adventum viri... ChristianiFriderici Göring summi in Ducatu Pom-meraniae Prussicae ac Principatu Cami-nensi Sacrorum antistitis gratulantur scho-lae Coesl. dass. lat. 1. poet. cives Sedini1786.)

Drittes Haupt Stück von denen übri-gen Verwandten. Erster Abschnitt vondenen Verwandten von Vater wegen. ZumVoraus muß ich hier anmercken, daß ichohnmöglich alle Verwandte u. Freundevon meinen Geschlechtslinien hier habebenennen und anzeigen können, sondernsoviel ich durch Nachfragen und Erzeh-len habe in Erfahrung gebracht: so ge-höret eigentlich in diesen Abschnitt hier-her :

I. Des Großvaters Bruder: JohannGöring angesehner Bürgermeister in Witt-stock (Juris Practicus, Notarius des Clo-sters zum h. Grabe, Syndicus d. Instit.der freiherrlich. Häuser zu Freyensteinund Meyenburg, welcher keine Kinder ge-habt und daher bei dem unglücklichen

Fall und Ableben seines Bruders als mei-nes seel. Groß-Vaters nicht nur die ältesteTochter zu sich genommen und nachheran Hrn. Grantzow verheyrathet und aus-gestattet, sondern auch, da er hochaltworden, meinen Vater zum Conrector da-selbst verholten und weiter befördert hat.

II. Ein Aelter Mutter Bruder. Hr.Johann Boye, Prediger zu Bartzewitz,welcher darum Merkwürdig, weil dessenTochter mit meinem Vater parentiret, dasheißt ohne zweifei soviel Recht und glei-ches Antheil an dem zu Stettin gestiftetenPalovischen Stipendio gehabt hat; wiedenn, wenn gedachter Boyenschen Toch-ter Sohn einsmals das obbenannte Stipen-dium genossen, mein Vater ebenderglei-chen jus quaesitum für mich daher dedu-ciret und aus diesem Grunde bezeugethat, besagen der Urkunden sub A und Bin denen Actis das Palovische Stipendiumzu Alt Stettin betreffend.

III. Es folgen des Vaters Geschwisterund zwar A. des Vaters Brüder als derälteste: 1. Johann David, welchen derSchlag gerühret, daß er von Kindesbeinenan gelähmet und endlich nach vielem aus-gestandenem Elend und Schmerzen in derCharite zu Berlin gestorben ist. 2. d. H.Michael Christian Göring als noch leben-der ältester Vaterbruder ist circa 1692 zuRügenwalde geboren, und hat auch dasigeund andere Schulen (zu Wittstock) fre-quentiret, auch zu Frankfurt an der Oderstudiret. Nachdem er sich eine Zeitlangzu Wittstock aufgehalten, ist er von Preu-ßischen Werbern aufgehoben und nachBerlin gebracht worden; auf hohe Für-sprache aber daselbst wieder loskommen,und dagegen als Schreibmeister bey dasadliche Cadettencorps, darauf als Re-giments-Quartiermeister bey das Doh-naische, jetzt Jungheimische Infanterie-Regiment, und als dasselbe an. 1744 denböhmischen Feldzug hat, und noch in der