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3 (1937) Die beiden ersten Bücher der Libri VIII miraculorum. Leben, Leiden und Wunder des heiligen Engelbert, Erzbischofs von Köln. Die Schriften über die heilige Elisabeth von Thüringen
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Elyzabeth post mortem mariti 1 ), sicut supra dictum est, religionishabitum suscepit et tamquam patri spirituali obedientiam promisit 2 ).Cumque idem Cunradus zelo fidei succensus agrum ecclesie a zizan-niis succrescentibus non solum per doctrinam hereses exstinpando,immo etiam ipsos hereticos in fasciculos ad comburendum colligando

!) Landgraf Ludwig IV. der Heilige von Thüringen (seit 1217) starbin Otranto am 11. September 1227 (Dobenecker, Regesta diplomaticanecnon epistolaria historiae Thuringiae II, Jena 1900, Nr. 2453, Anm. 1).

2 ) In dem Gehorsamsverhältnis der hl. Elisabeth zu Konrad vonMarburg und hinsichtlich ihrer unter seiner Mitwirkung abgelegten Ge-lübde und bezüglich der Annahme des Ordensgewandes sind folgendeVorgänge zu unterscheiden: 1. Zu Lebzeiten des Gatten und desseneheliche Rechte vorbehaltend gelobte Elisabeth nach der Aussage derDienerin Isentrud (Huyskens, Quellenstudien S. 114 f.) im Katharinen-kloster zu Eisenach dem Konrad von Marburg Gehorsam und gelobte inseine Hand, sich nicht wieder zu vermählen, wenn sie den Gatten über-leben würde. Nach dem Briefe Konrads von Marburg (eb. S. 156) ge-schah das, als er ihr Beichtvater wurde, nach Braun (a.a.O. S. 265ff.)im Frühjahr 1226. 2. Zwei Jahre später erfolgte nach dem BriefeKonrads die päpstliche Commendatio, d. h. Papst Gregor IX. bestellteKonrad zum Defensor oder, wie Caesarius hier sagt, zum 'pater spiri-tualis' (Huyskens, Quellenstudien S. 157); nach dem gleichen Brief (eb.S. 156) geschah dies auch zwei Jahre nach der Reise ihres Gatten zumKaiser nach Italien und nach der großen Hungersnot in Thüringen wäh-rend dieser Abwesenheit des Gatten. Landgraf Ludwig war zu demauf den 19. April 1226 ausgeschriebenen Reichstag zu Cremona gereistund traf auf der Heimreise am 2. Juli 1226 wieder in Augsburg ein,wo er sich noch 14 Tage aufhielt (vgl. R. Wagner, Die äußere PolitikLudwigs IV., Landgrafen von Thüringen, in der Zeitschrift des Ver-eins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde, Neue Folge XIX,1909, S. 64 ff.). Andererseits erfolgte die Commendatio nach dem BriefeKonrads (Huyskens, Quellenstudien S. 157) vor dem folgenden Ge-lübde, also vor dem 24. März 1228: 3. Am Karfreitag (24. März) 1228legte Elisabeth in der Minoritenkapelle zu Eisenach nach dem BriefeKonrads (eb.) und in dessen Gegenwart ein Gelübde der freiwilligenArmut ab und verzichtete auf eigenen Willen. 4. Aus der HandKonrads von Marburg empfing Elisabeth das graue Gewand und erneuertedamit feierlich das vor 2 Jahren im Frühjahr 1226 (siehe oben unter 1)im Katharinenkloster abgelegte Keuschheitsgelübde, mit ihr zugleich ihreDienerin Guda, die darüber berichtet (Huyskens, Quellenstudien S. 114).Nach dem Kanonisationsbericht über die Vernehmung der DienerinIsentrud (eb. S. 114) geschah das mehr als ein Jahr nach dem Todedes Landgrafen Ludwig, also nicht vor Mitte September 1228. Nachdem Kanonisationsbericht, der sich in diesem Punkte auf die Aussagender Dienerinnen Guda und Isentrud beruft (Huyskens, QuellenstudienS. 125, vgl. S. 127), für die Tatsache der Annahme des grauen Ge-wandes aber auch noch Aeußerungen der Dienerinnen Elisabeth (eb.S. 127) und Irmgardis (S. 128) wiedergibt, nahm die Heilige dasgraue Gewand nach ,ihrer Uebersiedlung nach Marburg in Marburgselbst an. Der Vorgang fällt demnach in den Spätherbst des Jahres1228. Bei Caesarius sind die einzelnen Vorgänge nicht genügend aus-einandergehalten. Er hat aber hier wohl vor allem die MarburgerHospitalzeit im Auge, und 'pater spiritualis' ist daher wohl im mön-chischen Sinne als Spiritual und Exerzitienmeister, als Berater in allenGewissensangelegenheiten zu verstehen.